Reiseverlauf

Schriftzug Herzlich
(Herzlich willkommen!)

1. Tag (Anreise)

Individuelle Anreise zum Ausgangspunkt unserer Tour bei Dresden. Mit Hilfe von Streckenbeschreibung und Kartenskizze ist die kleine Pension problemlos zu finden. Ein kurzer Spaziergang zum Restaurant tut nach der langen Anreise sicherlich gut und wir können bei gutem Wetter die herrliche Aussicht ins Elbtal bewundern. Die Motorräder parken im Hof.
Doppelzimmer mit DU/WC; FrĂĽhstĂĽck

2. Tag (ca. 440 km)

Heute heißt es: Kilometer machen! Fahrt über die Autobahn bis zur polnischen Grenze bei Görlitz. Von dort an geht es über kurvige Landstraßen durch Polen bis in die Nähe von Gliwice / Gleiwitz, wo wir unser Hotel beziehen. Die Motorräder parken auf dem Hotelareal.
Doppelzimmer mit DU/WC; FrĂĽhstĂĽck

3. Tag (ca. 390 km)

Zunächst führt uns die Autobahn zügig an den Industriegebieten von Katowice / Kattowitz und Krakow / Krakau vorbei. Später schwingen unsere Motorräder wieder über Landstraßen, immer am Fuße der Gebirge entlang. Unterwegs streifen wir ein Gebiet, in dem Erdöl mit interessanten und sehr altertümlichen Methoden gefördert wird.
Im äußersten Südosten Polens, im sogenannten Bieszczady, bereits in der Nähe der ukrainischen Grenze gelegen, empfängt uns eine kleine Pension. Die Motorräder parken davor.
Doppelzimmer mit DU/WC; Abendessen und FrĂĽhstĂĽck

4. Tag (ca. 150 km)

Nach den vergleichsweise langen Etappen der Anreise, lassen wir es nun etwas ruhiger angehen.
Nur wenige Kilometer, dann ist die Grenze erreicht. Die benötigte Zeit für den Grenzübertritt ist vorher schwer einzuschätzen, aber mit 2 Stunden kann durchaus gerechnet werden.
Die miserablen Straßen, die uns gleich am Anfang durchschütteln, werden später besser und wir können Blicke in die Umgebung werfen.
L’viv / Lemberg steht auf dem Plan, dessen historisches Zentrum in die Liste des UNESCO–Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Hier finden sich die Baustile Renaissance, Barock, Klassizismus sowie Jugendstil zusammen.
Die Stadt war und ist Brennpunkt vieler Kulturen. So lebten hier bis ins 20. Jahrhundert hinein Polen, Juden, Ukrainer, Deutsche und Armenier. Heute sind es fast ausschlieĂźlich Ukrainer, aber auch Russen, WeiĂźrussen sowie Polen.
Unser Hotel befindet sich in der Stadt, am Rande des Zentrums. Nach dem die Zimmer bezogen wurden, brechen wir zu einem Rundgang durch die interessante Altstadt auf. Die Motorräder parken im Hof.
Doppelzimmer mit DU/WC; FrĂĽhstĂĽck

5. Tag (ca. 330 km)

Nach dem Verlassen der Stadt geht es nun immer weiter in östliche Richtung. In der leicht hügeligen Landschaft sehen wir kleinere Ortschaften und wie überall in diesem Land, fällt der russische Einfluss bei den Fahrzeugen ins Auge – es wird oft Gelegenheiten geben, außergewöhnliche Vehikel zu bestaunen.
Unsere heutige Übernachtung befindet sich in einer größeren Stadt. Ein kleines Hotel mit netten, modernen Zimmern wird uns aufnehmen. Die Motorräder parken im Hof.
Doppelzimmer mit DU/WC; FrĂĽhstĂĽck

6. Tag (ca. 300 km)

Es breitet sich relativ flaches Land aus. Wälder, weite Wiesen und Sümpfe. Auf einsamen Straßen streifen wir kleinere Orte und gelangen so bis nach Kiew.
Der Verkehr ist chaotisch und der bisherige Eindruck von den Verkehrsmitteln ändert sich rapide. Alle großen und teuren Limousinen, hauptsächlich aber die sehr großen und sehr teuren Geländewagen westlicher Herkunft bestimmen das Straßenbild. Kontraste, die heftiger nicht sein könnten.
Ein Hotel wird uns für zwei Nächte aufnehmen. Die Motorräder parken bewacht.
Doppelzimmer mit DU/WC; FrĂĽhstĂĽck

7. Tag (Stadtbesuch / Freizeit)

Heute wird Kiew unsicher gemacht! Die Partnerstadt von Leipzig und München hat rund 3 Mio. Einwohner und gilt als Mutter der russischen Städte. Die weltliche Hauptstadt der Ukraine ist gleichzeitig auch Sitz der wichtigsten religiösen Ämter des Landes.
Unzählige historische Bauten zeugen vom früheren Stellenwert der Stadt und ziehen Touristen an. Stellvertretend seien an dieser Stelle das Höhlenkloster, die Sophienkathedrale, das Goldene Tor und – etwas neuzeitlicher – die Statue Mutter Heimat genannt. Interessant sind auch die lebhaften Prospekte, breite Straßenzüge mit Geschäften, Cafés und natürlich die Markthalle in der man alle möglichen Produkte des Umlandes kaufen kann.
Doppelzimmer mit DU/WC; FrĂĽhstĂĽck

8. Tag (ca. 420 km)

Von Kiew aus folgen wir dem Lauf des Dnepr, queren dann den hier angestauten Fluss. Bei dieser Fahrt bieten sich imposante Aussichten auf den See mit seinen flachen, grünen Inseln. Auf vielen Kilometern wird er uns bis zum Staudamm begleiten. Die Maße des Stausees sind beachtlich: der Damm ist zirka 15 km lang, die Länge des Sees beträgt über 140 km, bei einer Breite von bis zu 28 km. Auch hier wird wieder wird deutlich: Größe und Weite spielen keine Rolle, Platz ist genug da.
Beim Staudamm ist der östlichste Punkt unserer Reise erreicht. Wir sind nun knapp 700 km Luftlinie vom Mittelpunkt Europas entfernt und von Görlitz sogar fast 1.300 km.
Ein neues, kleines Hotel – fast unwirklich im maroden Stadtviertel wirkend – wird uns für eine Nacht beherbergen. Es ist unsere östlichste Übernachtung.
Die Motorräder parken im Hof.
Doppelzimmer mit DU/WC; FrĂĽhstĂĽck

9. Tag (ca. 390 km)

Es geht nach Süden! Diese Etappe kann keine nennenswerten Kurven aufweisen. Aber die Straßen sind relativ gut befahrbar und das Ziel entschädigt für diese Strecke allemal: Odesa am Schwarzen Meer!
Wieder prägen Felder das Land, aber auch unfruchtbare Abschnitte – Ausläufer der endlosen, kargen Steppen im Osten. Hier wird die Weite spürbar, Kilometer schmelzen dahin, ebenso die Stunden.
Vor unserem Ziel breiten sich große Wasserflächen aus, sogenannte „Limane“. Flussmündungen, die sich lagunenartig, schmal und seicht bis zu 40 oder gar 50 Kilometer tief ins Landesinnere erstrecken.
Schließlich ist Odesa erreicht. Odesa – Hafenstadt und Warenumschlagplatz Nr.1, hier lässt sich offensichtlich unvorstellbar viel Geld zusammenscheffeln und das schafft ähnliche Kontraste wie wir sie in Kiew erlebten.
Ein modernes Hotel bietet uns für zwei Übernachtungen Zimmer und für die Motorräder sichere Tiefgaragenplätze. Außerdem kann man hier seine Kleidung waschen lassen.
Doppelzimmer mit DU/WC; FrĂĽhstĂĽck

10. Tag (Stadtbesuch / Freizeit)

Die Motorräder bleiben in der Garage, sie haben eine Ruhepause verdient.
Zu Fuß erkunden wir die Altstadt mit der berühmten Potemkin–Treppe, deren 192 Stufen zum Hafen hinunter führen. In den Straßenzügen laden unzählige Restaurants und Cafés zum Verweilen ein. Großzügige Passagen, prächtige Gebäude deren Glanzpunkt zweifellos das Opernhaus darstellt.
All das garniert mit dem bunten Trubel der Menschen: der Schönen, Reichen, der Armen und Ausgegrenzten. Eine Stadt, ein Land krasser Gegensätze.
Doppelzimmer mit DU/WC; FrĂĽhstĂĽck

11. Tag (ca. 440 km)

Heute werden die Maschinen genau nach Norden ausgerichtet. Lenker und Gas festgestellt und schon zieht eine Landschaft vorbei, aus riesigen, langezogenen Hügeln bestehend, die wie die Wogen eines Meeres auf uns zu rollen. Getreide, Sonnenblumen – Gelb, soweit das Auge reicht, durchzogen von dünnen Baumreihen. Rauch am Horizont, wenn Feuer über abgeerntete Felder getrieben werden.
An den Kreuzungen der autobahnähnlichen Piste bieten Bäuerinnen Gemüse, Obst und Getränke feil. Jeder, der etwas übrig hat, versucht es zu verkaufen, um damit die äußerst knappe Kasse aufzubessern.
Nach knapp 300 Kilometern biegen wir links ab und fahren so allmählich wieder in Richtung Westen.
Das Ziel ist wieder eine größere Stadt. Unser Hotel liegt im Zentrum und wir haben sicherlich noch Zeit für einen kurzen Rundgang.
Motorräder parken im Hof.
Doppelzimmer mit DU/WC; FrĂĽhstĂĽck

12. Tag (ca. 200 km)

Kleinere Straßen bringen uns durch winzige Dörfer. Es geht hügelauf und hügelab, sumpfige Täler wechseln sich mit großen Feldern ab. Alleen mit doppelten Baumreihen zu beiden Seiten, die vor den starken Winden schützen sollen.
Die kurze Etappe endet in Kamianets’–Podil’s’kyj und wir können Festung und Altstadt besuchen. Ein stark mäandernder Nebenfluss des Dnister / Dnjestr hat hier ein enges, schroffes Tal geschaffen. Oberhalb des Flusses, auf steilen Felsen und früher nur über einen ganz schmalen Zugang erreichbar, befinden sich die alten Gemäuer. Dieses Areal bot hervorragenden Schutz vor Eindringlingen.
Motorräder parken im Hof.
Doppelzimmer mit DU/WC; FrĂĽhstĂĽck

13. Tag (ca. 260 km)

Im Dreiländereck Moldawien, Rumänien und der Ukraine queren wir den Dnister / Dnjestr, einen stattlichen Fluss. An dessen Ufer erhebt sich die beeindruckende Burg Khotyn. Um diese zu sehen, müssen wir einen kurzen Abstecher machen, allerdings auf sehr schlechten Straßen.
Weiter geht die Fahrt durch Chernivtsi / Czernowitz. Der ehemalige orthodoxe Bischofssitz, früher auch als Klein–Wien bezeichnet hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Viel ist von der alten Bausubstanz erhalten geblieben. Einiges wird restauriert, manches behält seinen morbiden Charme wohl noch länger.
Hinter der Stadt gehen die Hügel in Berge über. Wir gelangen tiefer in die Karpaten hinein und es wird gebirgiger. Die Ortschaften hier waren einmal österreichisch besiedelt, allerdings stößt man gegenwärtig kaum noch auf Spuren dieser Epoche.
Auf ca. 1.000 Metern Höhe über den Meeren beziehen wir unser nächstes Quartier (ca. 300m unbefestigt). Vom Hotel aus bieten sich weite Blicke in die herrliche Bergwelt.
Die Motorräder parken davor.
Doppelzimmer mit DU/WC; FrĂĽhstĂĽck

14. Tag (ca. 250 km)

FĂĽr heute steht ein umstrittenes Highlight auf unserem Programm: Einer der geografischen Mittelpunkte Europas liegt direkt an der Strecke.
Auch in Litauen, nördlich von Vilnius, beanspruchen Vermesser einen solchen Punkt für sich. Zumindest was die Ost–West–Ausdehnung betrifft, so liegen sie beide auf beinahe einer Linie. Ab hier beginnt also schon wieder der Westen!
Hier müssen viele Leute feststellen, dass sie bisher eigentlich noch nie im Osten gewesen sind. Selbstverständlich ist dieser Ort touristisch erschlossener als der Rest der Umgebung. Bei dem Denkmal gibt es Souvenirs und Restaurants.
Schließlich kommen wir bis an die Grenze zu Rumänien. Sie wird durch die Theiß markiert. Der Fluss kam im Jahr 2000 in die Schlagzeilen, als ein Dammbruch im rumänischen Goldabbaugebiet das Wasser verseuchte.
Eine kleine, private Pension erwartet uns. Hier zwei Ăśbernachtungen.
Die Motorräder parken im Hof.
Doppelzimmer mit DU/WC; FrĂĽhstĂĽck

15. Tag (ca. 140 km / Freizeit)

Wir können eine kleinere Runde durch die Karpaten drehen – die Landschaft hier ist von mächtigen Hügelketten geprägt, deren Kämme sich meist unbewaldet und mit scharfkantigen Felsen zeigen.
Weltvergessene Dörfchen, oft mit Holzhäusern, säumen den Weg, Kirchen mit ihren typischen Türmen recken sich zum Himmel. Kurze Abschnitte sind unbefestigt.
Doppelzimmer mit DU/WC; FrĂĽhstĂĽck

16. Tag (ca. 200 km)

Langsam beginnt sich der Kreis unserer Tour zu schlieĂźen, es geht nun wieder in Richtung Polen.
Irgendwo werden wir wieder den Dnister / Dnjestr überqueren, ein hier unscheinbarer Bach. Nur noch wenige Kilometer und wir verlassen die Ukraine. Ein Land, das für uns in den letzten Tagen und nach vielen Kilometern sicher etwas nähergerückt ist.
In Polen empfängt uns das schon bekannte "Pensionat".
Motorräder parken im Hof.
Diese Etappe ist deshalb so kurz, damit wir genĂĽgend Spielraum fĂĽr den GrenzĂĽbertritt haben. AuĂźerdem wird nach den vergangenen Tagen ein kleine Erholungsphase niemandem schaden.
Doppelzimmer mit DU/WC; Abendessen und FrĂĽhstĂĽck

17. Tag (ca. 390 km)

Die Rückfahrt verläuft ähnlich der Hinfahrt und führt uns immer entlang des Karpatenbogens über malerische Höhenzüge mit weiten Aussichten. Bis wir bei Krakow auf die Autobahn fahren, die Industriegebiete schnell hinter uns lassen, um schließlich, im ebenfalls bekannten Hotel, die Nacht zu verbringen. Die Motorräder parken auf dem Hotelareal.
Doppelzimmer mit DU/WC; FrĂĽhstĂĽck

18. Tag (ca. 440 km)

Auch dieser Tag entspricht streckenmäßig dem der Hinfahrt. Wir rollen entlang des Riesengebirges, queren bei Görlitz die Grenze nach Deutschland und nehmen bis Dresden die Autobahn. Die Übernachtung entspricht der der Anreise.
Doppelzimmer mit DU/WC; FrĂĽhstĂĽck

19. Tag (Abreise)

Nach dem letzten gemeinsamen Frühstück tritt jeder die individuelle Heimreise mit hoffentlich vielen vergessenen oder abgeschwächten Vorurteilen und neuen, schönen Eindrücken im Gepäck an.

Dieser Streckenverlauf ist unverbindlich. Bitte beachten Sie, dass Änderungen hinsichtlich der zeitlichen Abfolgen bzw. des Streckenverlaufes aus unvorhersehbaren Gründen jederzeit möglich sind. Danke! wirmachenurlaub