Reiseverlauf 2017


1. Tag (Anreise)
Treffen in Tschechien, nahe der slowakischen Grenze. Mit Hilfe der Anfahrtsbeschreibung ist die Pension gut zu finden. Hier gibt es auch Parkmöglichkeiten für PKW und Anhänger - falls jemand mit dem Motorrad im Huckepack anreisen möchte.
Gemeinsames Abendessen und Organisationsbesprechung.
Die Motorräder parken im Hof.
Zweibettzimmer mit DU/WC/TV; Frühstück

2. Tag (ca. 390 km)
Kurze Fahrt über Autobahn in die Slowakei, dann folgen die vorerst letzten „richtigen“ Kurven einer Bergstrecke. In Ungarn rollen wir auf ziemlich geraden Landstraßen gen Süden, in eine kleinere Stadt.
Die Motorräder parken vor dem Hotel.
Zweibettzimmer mit DU/WC; Frühstück

3. Tag (ca. 180 km)
Fahrt über Szeged zum Grenzübergang. Gleich nach dem Grenzübertritt wird klar: eine Reise in vergangene Zeiten beginnt.
Auf den Straßen sieht man oft Pferdegespanne. Endlose Alleen ziehen sich durch topfebenes Land. Am Nachmittag ist Timisoara/Temeswar erreicht, der Stadt mit westlichem Flair, in der 1989 der Aufstand gegen das Ceausescu-Regime begann. Übernachtung direkt im Zentrum der Stadt, nahe dem Fußgängerboulevard.
Die Motorräder parken vor dem Hotel.
Zweibettzimmer mit DU/WC/TV; Frühstück

4. Tag (ca. 250 km)
Etwa 50 Kilometer hinter Timisoara zeichnet sich am Horizont eine erste Hügelkette ab, sie liegt allerdings in Serbien. Aber bald verlassen auch wir die Ebene und tauchen in eine idyllische Berglandschaft ein. Kleine Dörfer schmiegen sich in Täler, umgeben von Wäldern und Wiesen – ein Bild, das typisch für Rumänien ist.
Später gelangen wir an die Dunarea/Donau, die hier zu einem gigantischen See aufgestaut wird und die Grenze zu Serbien markiert. Hier stoßen Balkan und Karpaten aufeinander und die Berge ragen stellenweise bis zu 500 Meter in den Himmel.
An den Cazanele, den Donaudurchbrüchen, wo der Fluss auf knapp 200 Meter zusammengepresst wird, ist die Landschaft am beeindruckendsten.
Direkt am Wasser befindet sich unsere Pension.
Die Motorräder parken an der Straße.
Doppelbettzimmer mit DU/WC; Frühstück

5. Tag (ca. 230/270 km)
Heute wenden wir uns von der Donau ab, unsere Fahrt führt durch ein enges, wildes und von hellen Felsen umgebenes Tal. Dann geht es hinauf und wir können fantastische Aussichten genießen. Über liebliche Hügel gleitet der Blick bis zu den über 2.000 Meter hohen Gipfeln des Retezat-Massivs.
Später wird die Landschaft für ein paar Kilometer wieder flacher.
Am Rande der Hochebene, versteckt im Wald, steht das Kloster Tismana, dem wir einen Besuch abstatten können oder alternativ dem Staudamm Portile de Fier/Eisernes Tor.
Die Route verläuft ab hier auf der Transalpina, der höchsten befestigten Straße Rumäniens - und damit auch landschaftlich und fahrerisch ein absoluter Höhepunkt!
Ein paar Höhenmeter tiefer steht eine Handvoll Häuser, die Siedlung einiger Waldarbeiter, Förster und Pilzsammler. Der nächste Ort ist 30 Kilometer entfernt. Hier in der Einsamkeit, mitten in Wäldern mit riesigen Tannen, stehen ein paar sehr einfache, winzige Holzhütten – die wohl urigste Übernachtung unserer Reise.
Wenige Schritte entfernt, in einer ebenso rustikalen Baude ?die; -, -n (ostmitteldeutsch für Unterkunftshütte im Gebirge)? trinken die Arbeiter ihr Feierabendbier oder Tuika, den Pflaumenschnaps.
Für jeden Teilnehmer gibt es eine Hütte. Motorräder können davor parken, das Gelände ist umzäunt. (Hier nur allereinfachste, sehr landestypische sanitäre Anlagen!!!) Aber zwei WC in der Baude; Frühstück

6. Tag (ca. 160 km)
Weiter geht die Fahrt durch traumhafte Landschaften, vorbei an einigen Seen.
Erst beim vierzigsten Kilometer säumen wieder Häuser den Weg. Nach soviel Einsamkeit und Natur gelangen wir in eine Gegend, die geschichtsträchtiger kaum sein könnte. Nach Transilvania/Siebenbürgen.
Im Land der berühmten Wehrkirchen leben noch Deutsche. Auch wenn deren Zahl stark geschrumpft ist, ihre Dörfer kann man noch bewundern.
Wir aber fahren zunächst in ein rumänisches Dorf, unweit von Sibiu/Hermannstadt. Früher mit riesigen Schafherden reich geworden, präsentiert sich der Ort heute als gut erhaltene Gemeinde in der alte Traditionen auch im Alltag gelebt werden.
Mitten in diesem sehenswerten Ort sind wir in einer schönen, sehr familiären Pension herzlich willkommen. Hier zwei Übernachtungen.
Die Motorräder parken im Hof.
Zweibettzimmer mit DU/WC/TV; Abendessen und Frühstück

7. Tag (Stadtbesuch, Freizeit)
Ausflug mit Taxi oder Bus nach Sibiu, der einstigen Hauptstadt Siebenbürgens und der Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2007 (gemeinsam mit Luxemburg).
Dort werden wir bei einer interessanten Führung viel Wissenswertes über die Stadt und die Geschichte der Deutschen erfahren.
Zweibettzimmer mit DU/WC/TV; Abendessen und Frühstück

8. Tag (ca. 200/250 km)
Der Tag beginnt mit der Befahrung der genialen Transfagaraser Passstraße ins Hochgebirge, wo immer noch oder schon wieder Schnee liegen kann. Hier, auf ca. 2.040 Metern Höhe, liegt die ehemalige Berghütte von Nicolae Ceausescu.
Auf der Strecke nach Sighisoara/Schäßburg begegnen uns einige Wehrkirchen. Früher boten die teilweise mächtigen Bauwerke der Dorfbevölkerung Schutz vor den Tataren oder osmanischen Heeren.
Zwischen den Dörfern sieht man immer wieder ganze Familien auf ihren Feldern oder Wiesen. Fast alles wird hier mit Muskelkraft erledigt. Die Ernte ziehen Pferde oder Ochsen nach Hause – Bilder wie vor hundert Jahren.
Dann erheben sich hoch über Sighisoara, auch das Rothenburg Siebenbürgens genannt, die Mauern und Dächer der Altstadt. Wir werden direkt in deren Zentrum schlafen. Schnell nimmt einen das mittelalterliche Flair mit seinen schiefen, verblichenen Wänden, den Türmen und kopfsteingepflasterten Gassen gefangen.
Auch Vlad Tepes soll hier geboren worden sein, besser bekannt als Graf Dracula. Sein Geburtshaus(?) beherbergt heute ein Restaurant.
Motorräder parken vor der Pension.
Zweibettzimmer mit DU/WC; Frühstück

9. Tag (ca. 230 km)
Das heutige Ziel ist ebenfalls mit Vlad Tepes verbunden, wenn auch nur entfernt. Dazu fahren wir in den Norden Rumäniens. In den Ausläufern des mächtigen Calimani-Gebirges liegt auf knapp 1.200 Metern Höhe das Hotel Dracula. Nicht zu verwechseln mit dem Schloss Dracula am Bran-Pass! Ein Hotel mit guter Küche, weiten Ausblicken und rustikalem Flair.
Nahe beim Hotel ist ein Frauenkloster, in dem Ikonen gemalt und Gewänder bestickt werden und das wir besuchen können.
Der erste Teil der Strecke führt über eine gut ausgebaute und kurvenreiche Strecke, die weite hügelige Landschaften durchquert. Später windet sich die Straße ins Gebirge hinauf.
Motorräder parken im Innenhof.
Zweibettzimmer mit DU/WC/TV; Frühstück

10. Tag (ca. 200 km)
Die Passstraße führt nun hinab Richtung Osten, in die Bukowina. Eine Region mit dicht bewaldeten Hängen, aber auch weiten Almen, wo in abgeschiedenen Höfen die Bauern ihrer schweren Arbeit nachgehen.
In dieser sehr ursprünglichen Landschaft befinden sich die berühmten Moldauklöster mit ihren Außenmalereien. Allein sieben von ihnen gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wir besuchen zwei davon.
Außerdem werden wir hier den östlichsten Punkt unserer Reise erreichen.
Die Nacht verbringen wir in einer Pension.
Motorräder parken im Hof.
Zweibettzimmer mit DU/WC; Frühstück

11. Tag (ca. 170 km)
Es geht wieder nach Westen. Kurvig! Die Strecke folgt einem Gebirgsbach der sich ein malerisches Tal geschaffen hat. Dann lenken wir hinauf, auf einen 1.416 Meter hohen Pass.
Unweit zieht sich durch die Waldkarpaten die Grenze zur Ukraine.
Das heutige Ziel: die Maramures/Maramuresch.
Typisch für diese Region sind Holzhäuser, hohe Holzkirchen und vor allem die großen Holztore, die noch viele Höfe zieren.
Hier, scheinbar fernab jeglicher Industrie, scheint die Zeit schon vor längerem stehen geblieben zu sein. Uns begegnen auch jüngere Menschen, die ihr Tagewerk in traditioneller Kleidung und unter Einsatz althergebrachter Techniken verrichten. Liebevoll werden Häuser gebaut und eingerichtet.
Auf uns wirken die Dörfer der Maramures wie ein riesiges Museum.
Dorfrundgang mit Besuch einer traditionellen Keramikwerkstatt und einer einer kleinen Schnitzerei.
Selbstverständlich verbringen wir die Nacht auf einem Bauernhof mit einfachen, folkloristisch geschmückten Räumen.
Motorräder parken im Hof.
Zweibettzimmer mit WC/DU; Abendessen und Frühstück

12. Tag (ca. 50 km / Waldbahnfahrt)
Heute müssen wir recht früh in den Sätteln sitzen, denn wir haben einen Termin: 9.00 Uhr ertönt das Startsignal und eine der letzten Waldeisenbahnen Rumäniens setzt sich in Bewegung. Zumindest hoffen wir das...
Auf den gewundenen Gleisen wird der Zug langsam tief in das Valea Vaserului/Wassertal hineinfahren. Hier, im endlosen Forst, sind praktisch keine ständig besiedelten Orte zu finden. Immer wieder wird der Zug stehenbleiben, um Wasser aufzunehmen oder weil es etwas zum Reparieren gibt.

Beachten Sie hierbei, dass sich bis Juli 2017 beim Betrieb der Eisenbahn einges ändern kann und eine Fahrt nicht garantiert werden kann.
Bitte haben Sie dafür Verständnis. Multumesc/Danke!

Nach dem wir wieder den Ausgangspunkt der Zugreise erreicht haben, steuern wir unsere Pension an.
Zweibettzimmer mit DU/WC; Abendessen und Frühstück

13. Tag (ca. 210 km)
Noch einmal durchqueren wir diese Märchenlandschaft. Wenn wir Glück haben ist gerade Markttag und alles trifft sich zum Handeln. Da werden Hühner gekauft, Ferkel und Kälber heimgezerrt. Eine neue Jacke oder Gummistiefel erstanden.
Auf jeden Fall stoppen wir am Klosterkomplex von Bârsana – die hölzernen Bauten sind schlicht überwältigend. Außerdem natürlich beim Fröhlichen Friedhof von Sapânta. Die Strecke führt teilweise unmittelbar an der ukrainischen Grenze entlang.
Verschlungene Bergstraßen lassen die Fahrerherzen noch einmal höher schlagen, dann laufen die Berge langsam aus und die Straßen stecken sich.
Am frühen Abend kommen wir in Satu Mare an, einer größeren Stadt. Hier wird uns ein kurzer Blick ins städtische Leben gewährt – kein Vergleich zu den Dörfern, die wir bisher gesehen haben. Es wird unsere letzte Nacht in Rumänien.
Motorräder parken im Hof.
Zweibettzimmer mit DU/WC; Frühstück

14. Tag (ca. 290 km)
Es heißt Abschied nehmen, die letzten Kilometer auf rumänischem Boden liegen vor uns. Die Landschaft wird zunehmend flacher. Zügig rollen nun die Bikes durch die ungarische Puszta.
Kurz vor Ende dieser Tagestour können wir sogar noch ein bisschen schwingen. Ungewöhnlich für Ungarn, aber es gibt auch hier ordentliche Kurven, in denen auch das äußere Profil der Reifen beansprucht wird.
Das Nachtquartier liegt am Fuße des Mátra-Gebirges, der mit 1.015 Metern höchsten Erhebung des Landes.
Motorräder parken vor dem kleinen Hotel.
Doppelbettzimmer mit DU/WC/TV; Frühstück

15. Tag (ca. 360 km)
Heute führen uns die Straßen immer weiter Richtung Heimat, ohne jedoch die landschaftlichen Aspekte zu vergessen. Im Gegenteil, nach den flachen Abschnitten folgt das reizvolle Donau-Knie und Städte wie Visegrád oder Esztergom mit seiner mächtigen Basilika. Am Fuß des größten Gotteshauses von Ungarn wechseln wir über die Donau in die Slowakei.
Vor Bratislava lenken wir nach rechts und kurven über die bekannte Bergstrecke in Richtung Grenze. In der tschechischen Pension schließt sich unser Kreis.
Zweibettzimmer mit DU/WC/TV; Frühstück

16. Tag. (Heimreise)
Nach dem letzten gemeinsamen Frühstück tritt jeder die individuelle Heimreise mit hoffentlich vielen vergessenen oder abgeschwächten Vorurteilen und neuen, schönen Eindrücken im Gepäck an.


Dieser Streckenverlauf ist unverbindlich. Bitte beachten Sie, dass Änderungen hinsichtlich der zeitlichen Abfolgen bzw. des Streckenverlaufes aus unvorhersehbaren Gründen jederzeit möglich sind. Danke! wirmachenurlaub