Wissenswertes 2017

Allgemeines

Serbien ist derzeit von Reisenden noch etwas unentdeckt, dies spiegelt sich in der touristischen Infrastruktur. Aber gerade das macht auch den Reiz aus und wer das Land bereist, wird sicher interessante und liebenswerte Dinge erfahren.
Auf unserer Tour bewegen wir uns am Rande des Balkan, hier leben auch zahlreiche Ungarn und einige RumÀnen.
Im Land herrschen kyrillische und lateinische Schrift gleichberechtigt vor. Sprachlich kommt man mit Englisch, aber auch mit Deutsch zurecht, weil viele als Gastarbeiter in Österreich tĂ€tig sind.

Bulgarien verbinden viele zuerst ausschließlich mit dem Schwarzen Meer. Gewiss ist die KĂŒste sehr reizvoll und immer eine Reise wert, außer natĂŒrlich zur Hauptsaison.
Aber gerade das Landesinnere mit seinen Gebirgen ist unwahrscheinlich abwechslungsreich. Hinter beinahe jeder Kurve Ă€ndert sich die Landschaft. Es gibt unzĂ€hlige Naturwunder und historische StĂ€tten zu bestaunen. Der Kontrast von grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten zu den einsamen Orten könnte kaum grĂ¶ĂŸer sein. Hoch oben in den abgeschiedenen Dörfern der Rhodopen, wo der orientalische Einfluss der TĂŒrken spĂŒrbar ist, lebt man weltvergessen, einfach und entbehrungsreich von harter Wald- oder Feldarbeit.
Nur langsam entwickelt sich hier der Tourismus und man sollte daher mit Toleranz auf das Land zugehen. Die Menschen sind etwas zurĂŒckhaltender und nicht so offen wie z.B. die RumĂ€nen. Das vielleicht grĂ¶ĂŸte VerstĂ€ndigungsproblem fĂŒr AuslĂ€nder - neben der kyrillischen Schrift - ist die Tatsache, dass die Bulgaren beim Bejahen mit dem Kopf schĂŒtteln, wenn sie etwas Verneinen nicken sie dazu ... Weiterhin ist die Zeitverschiebung zu beachten, die Uhr muss gegenĂŒber unserer MEZ eine Stunde vorgestellt werden.

Motorrad, Straßen & Benzin

Der Streckenverlauf fĂŒhrt ĂŒber befestigte Straßen, deren Zustand oft von unserem gewohnten Standard abweicht. Manchmal sind FahrbahnbelĂ€ge mit Rissen oder Flicken ĂŒbersĂ€t, die man beim Überfahren allerdings kaum spĂŒrt.
Einzelne unbefestigte Abschnitte sind in der Reisebeschreibung aufgefĂŒhrt! Weiterhin queren Schaf- oder Ziegenherden die Fahrbahn. Esel, Pferde und Rinder weiden ungesichert am Rand. Fuhrwerke sind langsam unterwegs und niemand rechnet dort mit dem Beschleunigungs- oder Geschwindigkeitsvermögen moderner MotorrĂ€der, Vorsicht ist also stĂ€ndig angesagt!
Prinzipiell ist die Strecke mit jedem Motorrad machbar, allerdings habe ich bei Sportlern doch einige Bedenken wegen der "dicken" Handgelenke. Auch fĂŒr Chopper ist die Tour nicht unbedingt geeignet.
Außerdem sollte sich jeder auf seine Maschine verlassen können, bei komplizierteren Pannen kann man kaum Hilfe erwarten. Auf jeden Fall gehört Kettenspray, Reifenspray und ausreichend Werkzeug (Reparaturhandbuch) an Bord! GĂŒnstig ist es auch die ZweitschlĂŒssel von Maschine und Koffer mitzufĂŒhren und sie fĂŒr den Zeitraum der Reise einem Teilnehmer zu ĂŒberlassen.
Bei den tĂ€glichen Distanzen dĂŒrfte der Benzinvorrat kein Problem sein, mindestens eine Tankstelle liegt immer am Weg. Stets wird bleifreier Benzin mit 95 Oktan angeboten, seltener 98er.
Was die Kleidung anbelangt, sollte man auf alles vorbereitet sein. In den niedrigen, flachen Regionen und rund um Melnik kann es sehr heiß, in den Gebirgen aber auch mal empfindlich kĂŒhl werden. Vor allem dichte Regensachen sind bei eventuell auftretenden heftigen GĂŒssen wichtig.
Strikte Alkoholverbote fĂŒr Fahrer herrschen in Tschechien, Ungarn, Serbien und der Slowakei. In Bulgarien liegt die Promillegrenze bei 0,5.

Gesundheit, Hygiene & SanitÀres

Impfungen sind nicht vorgeschrieben. In der Reiseapotheke sollten Sonnencreme mit hohem LSF, ein MĂŒckenabwehr- sowie Durchfallmittel nicht fehlen. Außerdem ordentliches Verbandszeug, denn auf den wenig befahrenen Straßen kann man im Falle eines Falles nicht sofort mit eine Arzt rechnen.
Medikamente sind nach eigenem Ermessen mitzunehmen. Vorsicht bei solchen, die unter das BetĂ€ubungsmittelgesetz fallen, dazu Nachweise mitfĂŒhren!
Die KrankenhĂ€user sind noch weit von unserem Standard entfernt und es mangelt an vielen Dingen. In grĂ¶ĂŸeren Orten gibt es Apotheken mit einem ausreichenden Sortiment.
Der Zustand der sanitĂ€ren Anlagen entspricht nicht immer unseren Vorstellungen. Vielerorts sind die “Stehklos“ anzutreffen. Aber in allen UnterkĂŒnften der Tour sind normale Toiletten Standard, auch hier sollte das Papier in extra dafĂŒr aufgestellte BehĂ€lter geworfen werden – nicht ins Toilettenbecken, wegen der Verstopfungsgefahr.
Die Toilette muss sich in Bulgarien beinahe immer den Raum mit der Dusche teilen, die nicht extra abgetrennt ist. Das Wasser lĂ€uft in einen Bodeneinlauf, so dass der Fußboden dann nass ist. Deshalb Badeschuhe mitnehmen!
Auch ein Handtuch sollte nicht fehlen, es ist nicht immer ĂŒblich, dass in den Pensionen welche bereit liegen. Und natĂŒrlich unbedingt Badehose oder Badeanzug.

Essen & Trinken

Von serbischen bzw. yugoslawischen Speisen hat sicher der eine oder andere schon gehört: Tschewaptschitschi, Burek oder Sliwowitz.
Aber das sind nur wenige und die Speisekarte – wenn vorhanden – bietet oft viel mehr. Allerdings sind nicht immer alle aufgefĂŒhrten Gerichte auch vorrĂ€tig...
Ein serbisches Essen besteht zuallererst einmal aus Fleisch oder Fisch, meist gegrillt. Dazu gibt es viel Zwiebeln, ein paar Pommes und natĂŒrlich Weißbrot. Frischer Salat der Saison rundet die Sache ab und verschafft ein gutes Gewissen. Vegetarier haben es schwer. SĂŒĂŸmĂ€uler finden BlĂ€tterteiggebĂ€ck oder Palatschinken.

Die bulgarische KĂŒche ist von vielen europĂ€ischen EinflĂŒssen, am stĂ€rksten aber von der tĂŒrkischen KĂŒche geprĂ€gt. Viele Fleischspeisen werden an kleinen Feuern gegrillt. Immer wird zu den Gerichten frisches Weißbrot serviert, das als SĂ€ttigungsbeilage dient, denn Kartoffelzubereitungen sind mehr als GemĂŒsebeilage zu betrachten.
Normalerweise werden die Gerichte niemals heiß serviert, sondern in warmen Zustand – was dem Geschmack und der VertrĂ€glichkeit dienlich ist. Immer öfter wird in Touristenzentren aber auch „Heiße Ware“ aufgetischt.
Ein absolutes Muss ist der traditionelle Schopska-Salat aus Tomaten (die hier auch wie Tomaten schmecken), Gurken, Paprika und Zwiebel. DarĂŒber wird SchafskĂ€se gerieben.
Reichliche Verwendung findet das „Scharena-Sol“, eine aromatische Mischung getrockneter KrĂ€uter.
Kaffee wird meist als Espresso oder tĂŒrkisch angeboten. Entlang der Straßen findet man hĂ€ufig Brunnen, aus denen gutes Quellwasser sprudelt. Dieses ist dem Leitungswasser vorzuziehen! Zu kaufen gibt es ebenso gutes Mineralwasser ohne KohlensĂ€ure. Mit KohlensĂ€ure versetztes Wasser fĂŒhrt nicht jeder Laden und man muss es ausdrĂŒcklich verlangen. Neben dem Mineralwasser ist selbstverstĂ€ndlich Wein besonders zu empfehlen. Auch das Bier schmeckt ausgezeichnet. Schnell wird man von seinem Gastgeber zu einem GlĂ€schen Rakija eingeladen. Der oft selbst gebrannte Schnaps ist dann natĂŒrlich der Beste im ganzen Land. Beim Bestellen desselben im Restaurant ist Vorsicht geboten: die ĂŒbliche Bestellmenge sind 100 Gramm! Und das bei 40-50% Alkohol! Man kann natĂŒrlich auch einen Kleinen, also Halben bekommen, muss dies aber unbedingt betonen.
Keine rein bulgarische SpezialitĂ€t, sondern fast ĂŒberall im Osten vorherrschend, ist EINE Abrechnung fĂŒr die ganze Truppe, nur selten kann man einzeln bezahlen. Das sorgt erfahrungsgemĂ€ss fĂŒr interessante und manchmal schwierige Rechenverfahren unter den Teilnehmern.

Die in den Leistungen enthaltenen Abendessen werden fĂŒr alle Teilnehmer gleich sein. Die kleinen Pensionen haben keine Speisekarte und sind nicht in der Lage unterschiedliche Gerichte zu kochen. Dennoch kann auf Vegetarier oder z.B. „Nichtfischesser“ in bestimmten Rahmen RĂŒcksicht genommen werden.

Dokumente, Versicherungen & Geld

Benötigt wird ein gĂŒltiger Personalausweis, die aktuelle GrĂŒne Versicherungskarte, der Fahrzeugschein und natĂŒrlich der FĂŒhrerschein. Unbedingt empfehlenswert sind eine private Auslandskrankenversicherung, der ADAC-Schutzbrief o.Ă€. und eventuell eine Vollkasko fĂŒrs Motorrad.
Kopien wichtiger Dokumente, sowie zwei Passbilder mitzunehmen kann nicht schaden und nimmt keinen Platz weg.

Wechselkurse (Stand 11/2016):
ungarischer Forint liegt bei ca.: 1 EUR = 310 HUF
serbischer Dinar liegt bei ca.:    1 EUR = 122 RSD
bulgarischer Lew liegt bei ca.:   1 EUR = 1,88 BGN
Als Taschengeld INKLUSIVE Benzingeld genĂŒgen im Durchschnitt fĂŒr:
Serbien:     80,00 EUR
Bulgarien: 250,00 EUR

NatĂŒrlich können diese Angaben nur grobe Richtlinien sein und auf Grund von Preis– oder KursĂ€nderungen schwanken. Sie entsprechen außerdem den Erfahrungen aus dem Jahr 2014.
Geld kann man an Bankautomaten abheben bzw. in Wechselstuben tauschen.
Kartenzahlungen sind in beiden LÀndern möglich, aber man sollte sich nicht darauf verlassen!
Zu einer individuellen “Eisernen Reserve” ist es gĂŒnstig, außerdem noch eine kleine Reserve von rund 25,- EUR in 5-Euro Scheinen dabei zu haben, falls die LandeswĂ€hrung mal alle sein sollte, bei grĂ¶ĂŸeren Scheinen kann möglicher Weise nicht ausreichend herausgegeben werden.

Achtung!

Stand der Informationen ist 11/2016.
Eine GewĂ€hr fĂŒr die Richtigkeit und VollstĂ€ndigkeit dieser Informationen, sowie eine Haftung fĂŒr eventuell eintretende SchĂ€den kann nicht ĂŒbernommen werden. Bitte informieren Sie sich vor Antritt der Reise zusĂ€tzlich beim AuswĂ€rtigen Amt: www.auswaertiges-amt.de / Tel.: 030-50 00 0 oder 030-50 00 20 00 wirmachenurlaub