Reiseverlauf 2017


1. Tag (27.08.; Anreise)
Individuelle Anfahrt zum Treffpunkt in Tschechien, nahe der slowakischen bzw.österreichischen Grenze. Mit Hilfe der Anfahrtsbeschreibung ist die Unterkunft sicher leicht zu finden.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

2. Tag (ca. 390 km)
Kurze Fahrt über Autobahn in die Slowakei, dann folgen die vorerst letzten „richtigen“ Kurven einer Bergstrecke über die Malé Karpaty (Kleinen Karpaten).
In Ungarn rollen wir auf ziemlich geraden Landstraßen gen Süden, in eine kleinere Stadt. Die Motorräder parken vor dem Hotel.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

3. Tag (ca. 330 km)
Gemeinsame Fahrt zum Grenzübergang nach Serbien. Vieles ist ab hier schon in kyrillischer Schrift ausgeschildert. Während die Orte insgesamt eher arm wirken, stechen jedoch einige Anwesen krass hervor: wer es sich leisten kann, baut prunkvoll mit verschnörkelten Zäunen, Eingangsportalen und steinernen Figuren.
Wir überqueren die Theiß, die zusammen mit Donau und Temesch hier ein fruchtbares Schwemmland geschaffen haben. Zunächst noch flach, später hügelig und damit abwechslungsreicher präsentiert sich uns die Vojvodina, der serbische Teil des Banats. Weite Felder und schmale, hohe und luftige Speicherhäuser zeugen von intensivem Maisanbau.
Kurz vor dem Ende der heutigen Etappe wird die Donau mit einer recht abenteuerlichen Fähre überquert.
Schließlich erreichen wir unsere Unterkunft nahe am Ufer. Die Motorräder parken davor.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

4. Tag (ca. 220 km)
Der erste Abschnitt der Strecke ist größtenteils vom Verlauf der Donau geprägt, die hier die Grenze zu Rumänien bildet. Sie hat eine Schlucht geschaffen, in der sich die imposante Ruine der Festung Golubac und die Ausgrabungstätte Lepinski Vir befinden. Aber auch der Rest der Etappe durch Serbien kann sich sehen lassen. Da sind die winzigen Dörfchen in den Hügeln des Balkans und runde, aus Ziegeln gemauerte Meiler zur Herstellung von Holzkohle.
Dann folgt der Grenzübertritt nach Bulgarien.
Bald merkt man, dass man sich am Rande Europas bewegt. Vieles wirkt schon ein bisschen anders als gewohnt.
Unser erstes Quartier liegt unweit einer bizarren, rot getönten Sandsteinlandschaft, den Felsen von Belogradtschik. Inmitten der Felsfiguren liegt die alte Festung „Kaleto“, die wir besuchen können.
In der gemütlichen Gaststube der privaten Pension werden abends die ersten bulgarischen Leckereien probiert. Die Motorräder parken davor.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

5. Tag (ca. 280 km)
Nach dem die Sandsteine hinter uns liegen, sehen wir bald Höhenzüge des Balkans, die schon an der 2.000 Meter-Grenze kratzen. Viele kleine Dörfer werden durchquert, in denen die Zeit vor Längerem stehen geblieben zu sein scheint. Pferde oder Esel ziehen Karren hinter sich her, ansonsten werden uns vermutlich nicht viele Fahrzeuge begegnen.
Dann erhebt sich der beeindruckende und schroffe Gebirgszug Vracanska Planina direkt vor uns.
Später kommen wir zu einer außergewöhnlichen Naturerscheinung Bulgariens, einem gigantischen, tunnelähnlichen Felsbogen. Er versteckt sich regelrecht vor Besuchern und bietet den Hirten mit ihren Schafen, Ziegen oder Eseln Zuflucht vor Regen oder Hitze. Noch schützt kein Zaun vorm Absturz, noch erhebt niemand Anspruch auf Eintritt – ein echter Geheimtipp! Wer weiß wie lange noch ...
Um unser heutiges Ziel zu erreichen, muss ein weiterer Gebirgszug überquert werden. Schmale und eng gewundene Straßen erfordern unsere volle Aufmerksamkeit.
Schließlich erreichen wir unseren Übernachtungsort, ein Dorf mit einer großen Anzahl von den typisch bulgarischen Häusern, den sogenannten Wiedergeburtshäusern.
Die Motorräder parken im Hof.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

6. Tag (ca. 200 km)
Die heutige Strecke ist relativ kurz und führt uns auf kurvigen Straßen und durch interessante Gebiete bis nach Veliko Tarnovo. Die ehemalige Zarenstadt gilt als eine der malerischsten des Landes.
Zeitig werden wir dort ankommen und haben so die Gelegenheit, durch die Gassen der Altstadt zu spazieren.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

7. Tag (ca. 280 km)
Wir lassen Veliko Tarnovo hinter uns und lenken die Motorräder in Richtung Südosten, um später das Schwarze Meer zu erreichen.
Auf dem Weg dorthin durchstreifen wir Mittelgebirgslandschaften und abgeschiedenen Orte. Für Abwechslung und Kurvenspaß ist also gesorgt.
In einer kleinen Hafenstadt checken wir für zwei Nächte in unserem Hotel ein.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

8. Tag (Freizeit)
Für heute ist eine Ruhepause angesagt, die Motorräder können stehen bleiben und wir schlendern durch die Altstadt oder - wenn das Wetter es gut mit uns meint - liegen am Strand.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

9. Tag (ca. 260 km)
Nach dem angenehmen Pausentag am Meer wenden wir uns nun wieder dem Landesinneren zu und fahren in Gegenden, die vom Tourismus noch weitgehend unberührt geblieben sind. Dabei werden wir uns immer nahe der Grenze zur Türkei aufhalten und später im Grenzgebiet zu Griechenland auch unsere Unterkunft beziehen.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

10. Tag (ca. 260 km)
Der heutige Tag bringt uns tief in die Rhodopen, dabei bleiben wir in unmittelbare Nähe zu Griechenland. Immer öfter reckt sich ein Minarett über die Dächer der Orte, immer öfter hüllen sich die Frauen in die typischen Kopftücher. Der muslimische Einfluss ist unverkennbar.
Am Ende der Strecke schlägt die Natur noch einmal voll zu: die Felsen rücken spektakulär zusammen, die Straße wird schmaler. Schließlich musste die Piste in die senkrechten Wände gemeißelt werden. Tief unten rauscht der Bach, wir sind an der engsten Stelle der Trigrader Schlucht angelangt. Hier wird deutlich, dass die letzten drei Dörfer noch nicht allzu lange mit Fahrzeugen erreichbar sind. Bald öffnet sich die Schlucht und Trigrad breitet seine verstreuten Häuser in dem atemberaubenden Tal aus.
Die letzten Meter zur Unterkunft sind unbefestigt! Hier haben wir wieder zwei Übernachtungen. Die Motorräder parken an der Pension.
Doppelzimmer mit DU/WC, Abendessen und Frühstück

11. Tag (Freizeit)
Die Gebirge um Trigrad sind von unzähligen Grotten regelrecht durchlöchert und bieten vom einfachen Höhlenbesuch mit touristengerechten Wegen und Beleuchtung bis hin zum schwierigen, nur von Spezialisten mit Kletterausrüstung machbaren Trip alles, was das Herz von geologisch Interessierten begehrt.
Falls jemand mit einer Enduro dabei ist, so kann er auch übertage die Gegend erschließen. Unser Wirt hat sicher so manchen Tipp für Geländegänger parat, schließlich fährt er selbst Motorrad.
Möglich ist auch eine abenteuerliche Tour mit alten, russischen Geländewagen bis hin zur griechischen Grenze.
Doppelzimmer mit DU/WC, Abendessen und Frühstück

12. Tag (ca. 180 km)
Noch einmal hallen die Geräusche unserer Motorräder im engen Fels wider, dann werden die Rhodopen etwas lieblicher, zeigen uns ihre andere Seite. Felder und duftende Wiesen lockern die Wälder auf, Bäche kreuzen unseren Weg oder begleiten uns ein Stückchen – hinter jeder Biegung möchte man anhalten und rasten, einfach diese Idylle und das Aroma der Kräuter in sich aufnehmen. Wieder säumen mehrere Stauseen unseren Weg.
Später zeichnet sich am nordwestlichen Horizont eine gewaltige Bergkette ab: das Rila-Gebirge mit Bulgariens höchstem Gipfel, dem 2.925 Meter hohen Musala. Ein weiterer „Höhepunkt“ folgt bald darauf: das Dorf Awramowo befindet sich auf einer Höhe von 1.232 Metern über dem Meeresspiegel. Es besitzt den höchst gelegenen Bahnhof auf dem gesamten Balkan. Allerdings liegt das Gebäude recht unscheinbar an den Gleisen einer Schmalspurbahn.
Kurz vor dem Ende der heutigen Tour erhebt sich das Massiv des Pirin-Gebirges eindrucksvoll über den umliegenden Orten. In Bansko, ebenfalls direkt am Fuße des Pirin gelegen, wartet eine gemütliche Pension auf uns. Die Motorräder parken im Hof.
Im Zentrum von Bansko findet man urgemütliche „Mechanas“, die typischen, bulgarischen Restaurants, die oft ein kleines Feuer unterhalten, um Fleisch oder Paprika darauf zu grillen. Außerdem sorgen viele alte Wiedergeburtshäuser mit ihrem eigenwilligen Baustil für eine einmalige Atmosphäre.
In den verschiedenen Läden kann man kleine Mitbringsel oder Souvenirs erstehen.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

13. Tag (ca. 120 km)
Diese Etappe wird relativ kurz. Es geht in die wärmste Ecke des Landes und man ist vielleicht froh, die Kombi schnell ausziehen zu können.
Von Bansko fahren wir hinab ins Tal der Struma, die wir dann nach Süden begleiten. Die Strecke ist hervorragend ausgebaut. Trotzdem es eine Europastraße ist, herrscht relativ wenig Verkehr – der Fahrspaß kommt also nicht zu kurz.
Die Gegend um Melnik empfängt uns mit einer faszinierenden Kargheit. Sandige Hügel und am Horizont die markanten Sandsteinformen, zwischen denen sich die berühmte Stadt verbirgt. Berühmt durch seinen Wein und das nahe gelegene Kloster Roschen.
Wenn wir Glück haben kriecht sogar eine Schildkröte über die Fahrbahn.
In einem abgeschiedenen Ort mit wenigen alten Häuschen endet die Fahrt in einer sehr schönen Unterkunft mit Pool.
Obligatorisch sind die Abstecher zum Kloster und hinunter nach Melnik, dessen Wiedergeburtshäuser sich malerisch ins sandige Tal drängen. Die Motorräder parken im Hof.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

14. Tag (ca. 240 km)
Sicherlich fällt manchem der Abschied aus Roschen schwer, aber es gibt noch vieles mehr zu entdecken in Bulgarien.
Nachdem wir die südlichen Ausläufer des Pirin überquert und zwei sehr ursprüngliche Dörfer besucht haben, lenken wir am Lauf der Mesta wieder Richtung Norden. Die Mesta bildet die Grenze zwischen Pirin und Rhodopen. Sie hat ein reizvolles Tal geschaffen, dass uns fast bis zurück nach Bansko bringt. Aber vorher verlassen wir die Hauptstraße und schlagen einen Bogen. Hier begeistern auf relativ kurzer Distanz die verschiedensten Anordnungen der Gesteinsschichten direkt am Weg.
Auf bekannter Strecke kurven wir hinab zur Struma, wenden uns in ihrem Tal diesmal aber nach Norden.
Unser heutiges Ziel liegt in den Bergen des Rila-Gebirges: das Rila-Kloster.
Weit über die Landesgrenzen bekannt, ist diese Stätte Ziel von Pilgern sowie unzähligen Touristen und wurde 1983 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Nicht weit vom Kloster entfernt befindet sich unsere Pension, die uns einmal mehr ausgesprochen leckeres Essen auftischen wird. Die Motorräder parken im Hof.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

15. Tag (ca. 280 km)
Wir umfahren die Hauptstadt Sofia weiträumig und halten uns dabei ziemlich genau nördlich. Ein 1.414 Meter hoher Pass wird erklommen und bald sind wir in den Bergen, die uns schon am Beginn der Tour umgeben hatten. Nur wenig später werden wir in der schon bekannten Pension nahe Belogradtschik sein, in der wir herzlich empfangen werden. Die Motorräder parken im Hof.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

16. Tag (ca. 320 km)
Gute 60 Kilometer auf bulgarischen Straßen liegen vor uns, dann verlassen wir ein Land, das viele von uns mit Sicherheit in angenehmer Erinnerung behalten werden.
Zügig geht es nun durch Serbien. Auf über 150 Kilometern wird uns wieder die Donau begleiten. Landschaftliches Highlight dabei: das Durchbruchstal des Flusses, der hier die Grenze zwischen Balkan und den Karpaten markiert und dem Eisernen Tor, die berühmt-berüchtigte Staumauer.
Mal fahren wir dicht am Wasser, mal hoch oben an den Hängen und dabei grandiose Aussichten ins rumänische Hügelmeer genießend. Der Donau-Stausee, breit und mächtig, wird an den beeindruckenden Cazanele von senkrechten Felsen auf knapp 200 Meter zusammen gepresst.
Später erreichen wir eine kleine, private Unterkunft. Die Motorräder parken davor.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück (außer Haus)

17. Tag (340 km)
Da die Donau-Fähre sehr früh ablegt, starten wir ohne Frühstück, überqueren den Fluß und frühstücken erst danach.
Dann geht es durch die Vojvodina nach Ungarn zur schon bekannten Unterkunft. Die Motorräder parken im Garten.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

18. Tag (ca. 390 km)
In Ungarn rollen wir auf ziemlich geraden Landstraßen gen Norden. Dann queren wir die Donau ein weiteres Mal (per Brücke) und sind gleich darauf in der Slowakei. Auch dort folgen wir zunächst sehr geraden Straßen, bis sich der Höhenzug der Malé Karpaty (Kleinen Karpaten) am Horizont abzeichnet. Die bekannte, schön geschwungene Bergstrecke setzt einen fahrerischen Höhepunkt nach all den flachen Kilometern. Dann die kurze Autobahnetappe bis Tschechien und wir sind am Ziel.
Die Motorräder parken im Hof.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

19. Tag (14.09.; Heimfahrt)
Nach dem letzten gemeinsamen Frühstück werden die Motorräder beladen und die individuelle Heimreise mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck angetreten.


Dieser Streckenverlauf ist unverbindlich. Bitte beachten Sie, dass Änderungen hinsichtlich der zeitlichen Abfolgen bzw. des Streckenverlaufes aus unvorhersehbaren Gründen jederzeit möglich sind. Danke! wirmachenurlaub