Reiseverlauf 2018


1. Tag (10.05.; Anreise)
Treffen nach der individuellen Anfahrt in Österreich zwischen Krems an der Donau und Sankt Pölten.
Mit Hilfe der Anfahrtsbeschreibung ist die Unterkunft sicherlich leicht zu finden.
Wir befinden uns in einem Weinanbaugebiet und werden nach Ankunft noch ein paar Schritte zu einem Heurigen laufen.
Erstes gemeinsames Abendessen und Organisationsbesprechung.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

2. Tag (ca. 330 km)
Eine kurven- und abwechslungsreiche Fahrt führt uns durch Österreich mit Almen, Mittelgebirgslandschaften, felsigen Abschnitten und nach Süden hin durch viele Obstplantagen. Weiter geht es über Slowenien bis nach Kroatien. Dort bringen wir nur noch eine kurze Strecke hinter uns, dann erreichen wir Varaždin, eine Stadt mit gut erhaltenem, barockem Zentrum.
Übernachtet wird in einem Hotel unweit des Zentrums. Die Motorräder parken auf dem Hof des Hotels.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

3. Tag (ca. 340 km)
Wir bleiben vorerst in Kroatien, das sich zunächst leicht hügelig und vom Weinanbau geprägt ausbreitet. Später, in Richtung Bosnien Herzegowina, wird es flacher.
Wir benutzen ein Stück die Autobahn (mautpflichtig), um zügig voranzukommen.
Gegen Mittag erreichen wir die Grenze und werden bei Banja Luka eine Pause einlegen. Hinter der Stadt führt unsere Strecke alsbald in die Berge - Kurven sind nun wieder angesagt.
Das Ziel ist ein kleines Städtchen, welches stark muslmisch geprägt ist. Sehenswert sind eine alte Festung und das kleine Zentrum.
Die Motorräder parken auf dem Hof des Hotels.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

4. Tag (ca. 290 / 360 km)
Diese Etappenlänge ist abhängig von der Schneesituation im Gebirge.
Die Landschaft bleibt noch eine Weile von mittelgebirgigen und bewaldeten Höhenzügen geprägt. Wir überqueren die Grenze zu Montenegro und dann verläuft die Strecke schmal und kurvig entlang eines Stausees mit herrlich türkisfarbenem Wasser.
Je nach Schneelage geht es nun weiter am Wasser entlang oder durch Tunnel und über winzige Straßen weit hoch über die Baumgrenze in den puren Fels.
Von einem Hochplateau geht es schließlich wieder bergab. Unten erwartet uns kurz vor dem Ende der Tour ein weiteres landschaftliches Highlight: die Tara-Schlucht. Mit etwa 78 Kilometern Länge und stellenweise über 1.300 Metern Tiefe, ist sie der größte Gebirgseinschnitt in Europa und steht auf der UNESCO-Welterbeliste. Imposant ist die 365 Meter lange "Ðurdevica-Tara-Brücke", die sich rund 150 Meter über der Talsohle erstreckt.
Im Canyon übernachten wir zwei Nächte in einfachen, kleinen Holzhäusern. Sie besitzen je zwei Schlafräume (1 x Doppelstockbett und 1 x franz. Bett) und pro Haus einmal DU mit WC. Die Motorräder können direkt davor parken.
Abendessen und Frühstück

5. Tag (Freizeit)
Die weitere Umgebung unseres Quartiers ist äußerst reizvoll und wir drehen eine Runde ohne Gepäck durch diese grandiosen Landschaften. Die Etappenlänge wählen wir je nach Wetter und Laune.
Natürlich besteht auch die Möglichkeit einfach nur vor Ort zu bleiben und die nähere Umgebung zu geniessen.
Abendessen und Frühstück

6. Tag (ca. 270 km)
Wir folgen noch einige Kilometer dem Lauf der Tara und erreichen später den Grenzübergang nach Serbien. Dort schlängeln wir uns durch felsige Schluchten.
Nahe des Kosovo verläuft unsere weitere Fahrt, jedoch umfahren wir das momentan noch etwas unsichere Gebiet.
Kurz vor Ende dieser Etappe bieten sich prächtige Ausblicke aus über 1.780 Metern Höhe auf den Nationalpark "Kopaonik" und hinein in den Kosovo.
Wir schlafen in einer kleinen privaten Pension, die am Rande eines Gebirgsdorfes liegt und in der man uns gut und reichlich bekocht. Die Motorräder parken davor.
Doppelzimmer mit DU/WC, Abendessen und Frühstück

7. Tag (ca. 290 km)
Noch bleiben wir einige Zeit im Gebirge auf kleineren Straßen und umfahren weiterhin den Kosovo. Später weichen wir ein Stück auf eine größere Piste aus und lenken immer weiter nach Süden.
Nachmittags erreichen wir eine weitere Grenze, die Grenze zu Makedonien und schon bald rollen wir in dessen Hauptstadt Skopje ein.
Mitten im Zentrum Skopjes beziehen wir unser Hotel und können anschließend noch einen Stadtrundgang mit Führung machen. Die Motorräder parken vorm Hotel.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

8. Tag (ca. 210 km)
Während der kurvigen Fahrt durch die balkanische Landschaft mit ihren steilen und dicht bewaldeten Bergen kommen wir Albanien schon recht nahe.
Das Ziel für den heutigen Tag ist das berühmte Ohrid am gleichnamigen See, der mit glasklarem Wasser zu beeindrucken weiß. Er ist der größte See Makedoniens, der tiefste (289 m) des Balkans und einer der ältesten der Erde.
Auf Grund der zeitigen Ankunft haben wir Zeit für einen Besuch der hübschen Altstadt, die zum UNESCO-Welterbe zählt. Motorräder parken in der Tiefgarage.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

9. Tag (ca. 120 km)
Noch geht es ein paar Kilometer am Ufer des Ohrid-Sees entlang, dann schrauben wir uns in 1.568 Meter Höhe, immer wieder mit atemberaubenden Blicken hinunter zur Wasserfläche. Nach diesem Pass breitet sich unter uns schon der nächste See aus: der Prespa-See. Er liegt etwas höher als der Ohrid-See und ist von einer völlig anderen Vegetation umgeben. Hier wachsen keine Palmen oder Zypressen und er ist touristisch kaum erschlossen.
Kurz darauf wenden wir uns von seinem Ufer ab und überfahren schon wieder eine Grenze. Bald erscheint der See wieder, diesmal auf albanischer Seite. Albanien, das letzte Land auf unserer Balkanrunde und dem einzigen Staat, der früher nicht zu Jugoslawien gehörte.
Unser Übernachtungsort liegt hoch oben in den Bergen. Er wirkt abgeschieden und mit rund 700 Einwohnern sehr klein, hatte jedoch in seiner Blütezeit im 17./18. Jahrhundert über 20.000 Einwohner, besaß 26 Kirchen und war ein Zentrum von Handel und Handwerk. Wiederholte Angriffe der Osmanen besiegelten allerdings den Untergang dieser einst so wichtigen Stadt. Lediglich fünf Kirchen künden noch heute von der einstigen Bedeutung des Ortes.
In einer kleinen Privatunterkunft werden wir für eine Nacht bleiben. Die Motorräder parken auf dem Hof.
Doppelzimmer mit DU/WC, Abendessen und Frühstück

10. Tag (ca. 200 km)
Ab heute lenken wir die Motorräder ganz langsam in Richtung Heimat. Unsere Strecke führt noch einmal ein Stück am Ufer des Ohrid-Sees entlang, später geht sie kurvig in die Höhe, um schmal und atemberaubend auf dem Dach des Balkans zu verlaufen. Gesäumt von knorrigen Olivenbäumen.
In Städten oder deren näherer Umgebung, fallen einem viele Tankstellen auf. Oft ganz kleine mit nur einer einzelnen Tanksäule. Außerdem zahlreiche Autowäschen mit manchmal nur einem Wassereimer und Lappen. Fast jedes zweite Auto ist ein alter oder uralter Mercedes. Und in ganz Albanien fallen überall Bunker für oftmals nur einen einzigen Mann auf.
Das Ende der heutigen Etappe ist Tirana/Tiranë, die quirlige Hauptstadt des Landes. Nach dem wir die Motorräder durch den Stadtverkehr manövriert und schließlich eingeparkt und selbst eingecheckt haben, geht es zu Fuß in Begleitung eines Stadtführers ins Zentrums.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

11. Tag (ca. 170 km)
Zu Beginn zieht sich die Straße gradlinig über die flachen Ebenen. Immer wieder sehen wir Olivenhaine, aber auch Palmen und Pinien. Und Häuser in der typischen albanischen Bauweise: ohne Dach, dafür mit Säulen und Armierungen oben drauf, bereit, jederzeit weitergebaut werden zu können. Falls wieder finazielle Mittel zur Verfügung stehen.
Je nach Wetterlage können wir die heutige Strecke etwas anpassen. Wir können ins Gebirge fahren, einen Abstecher zu einem Lagunensee machen oder beides zusammen erleben.
Kurz vor Schluß überqueren wir bei Shkodër den Fluss Drin und stürzen uns noch einmal ins städtische Getümmel. Motorräder parken im Hof.
Doppelzimmer mit DU/WC, Abendessen und Frühstück

12. Tag (ca. 170 km)
Gleich nach Fahrtantritt geht es hinüber nach Montenegro und wir bleiben für längere Zeit am Wasser, in der Nähe des riesigen Skutari-Sees. Die schmalen Sträßchen bieten uns immer wieder spektakuläre Aussichten, mahnen jedoch auch zu äußerst umsichtigem Fahren.
Nachdem der Skutari-See in den Rückspiegeln verschwunden ist, geht es noch höher hinauf. In das Lovcen-Gebirge. Dort befindet sich auf einem Gipfel von 1.657 Metern Höhe das Mausoleum von Petar II. Petrovic-Njegoš, dem wichtigsten Dichter Montenegros.
Nur wenige Meter unterhalb ist ein Parkplatz mit herrlicher Rundumsicht auf die Bergwelt des Balkans, den wir bei gutem Wetter und wenn kein Schnee liegt anfahren können.
Dann beginnt der grandiose „Abstieg“ über endlose Serpentinen bis hinunter auf Meeresniveau in die berühmte Bucht von Kotor.
Im gleichnamigen, mittelalterlichen und venezianisch geprägten Städtchen (UNESCO-Weltkulturerbe) beziehen wir unsere Unterkunft und werden in den engen, romantischen Gassen ein Restaurant für das Abendessen aufsuchen.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

13. Tag (ca. 240 km)
Die kommenden Kilometer bringen uns entlang der traumhaften Küste bis nach Kroatien. Noch am Vormittag geht es weiter mit dem "Grenzhopping". Wir schwenken ins Landesinnere nach Bosnien und Herzegowina ab. Dort wartet eine weitere interessante Sehenswürdigkeit auf uns: Mostar mit seiner symbolträchtigen Brücke, die nach dem Krieg wieder neu erbaut wurde. Eine Führung durch die Altstadt wird uns Einblicke in die Geschichte geben. Es beherbergt uns eine kleine private Pension. Die Motorräder parken im Hof.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

14. Tag (ca. 180 km)
Wir lassen Mostar hinter uns und lenken wieder in Richtung Küste. Auf dem Weg dorhin kommen wir am Wallfahrtsort Medjugorje vorbei, der berühmt für seine angeblichen Marienerscheinungen ist. Dann folgen wir dem Lauf der Neretva und gelangen schließlich in das Neretva-Delta. Mit einigen urspünglichen Sumpflandschaften und großen, trocken gelegten Regionen, ist das Areal recht interessant und stark vom Obstanbau geprägt. Insbesonere von zahlreichen Mandarinenbäumen.
Unsere Unterkunft, ein kleines privates Hotel, liegt unmittelbar an der Adria. Auf Grund der kurzen Etappe sollte genug Zeit für ein ausgiebiges Bad oder relaxen bleiben
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

15. Tag (ca. 290 km)
Unsere erste Etappe windet sich von der schönen Adriaküste weg und ins Landesinnere hinein. Durch karstiges Hügelland gelangen wir wiedereinmal nach Bosnien und Herzegowina.
Unterwegs treffen wir immer wieder auf typische Karsterscheinungen, z.B. die sogenannten Dolinen. Das sind kraterartige Senken, die durch eingebrochenen Höhlensysteme entstanden sind. Obwohl sie recht tief sind, bilden sich keine Seen, denn der Boden ist porös, so dass das Regenwasser unterirdisch abfließen kann.
Ganz im Westen des Landes erreichen wir eine kleine nette Stadt und verbringen die Nacht am Ufer eines glasklaren Flüsschens. Motorräder parken am Hotel.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

16. Tag (ca. 290 km)
Nur noch etwa 60 Kilometer und wir sind an der kroatischen Grenze und gleich darauf wieder in der EU. Später folgen wir dem gewundenen Lauf der Sava und umfahren auf winzigen Straßen die Region um Zagreb weiträumig.
Letztlich schließt sich der Kreis unserer Tour in Varaždin, das von der Anreise schon bekannt ist. Auch die Unterkunft ist wieder dieselbe.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

17. Tag (ca. 340 km)
Auf gleicher Strecke – die Landschaften sind so schön, dass man sie auch aus der anderen Richtung sehen sollte – geht es durch Slowenien und Österreich zurück zum Startpunkt und damit auch zum Endpunkt der Reise zwischen Sankt Pölten und Krems an der Donau. Wieder werden wir eine kurze Strecke zu einem Heurigen laufen.
Doppelzimmer mit DU/WC und Frühstück

18. Tag (27.05.; Rückfahrt)
Nach dem letzten gemeinsamen Frühstück brechen wir mit vielen neuen Eindrücken zur individuellen Heimreise auf.


Dieser Streckenverlauf ist unverbindlich. Bitte beachten Sie, dass Änderungen hinsichtlich der zeitlichen Abfolgen bzw. des Streckenverlaufes aus unvorhersehbaren Gründen jederzeit möglich sind. Danke!
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